Erziehung und Hundeschule

Bindung

Der Hund ist des Menschen ältester tierischer Freund und doch werden Hunde viel zu oft ein Leben lang von Ihren Menschen missverstanden.

Um eine Bindung zum Hund aufzubauen, ist es wesentlich sich als Mensch um die Verständigung mit seinem Hund zu bemühen. Hunde können nicht denken, doch sind sie lern fähig. Lernen tun sie durch nachhaltige Eindrücke, seien sie nun positiv oder negativ.

Hunde können unsere Worte nicht buchstabengetreu verstehen und nur mit gezieltem Gebrauch der Wörter können Hunde mit der Zeit deren Sinn verstehen.

Hunde unterhalten sich untereinander zwar auch über ihre Lautsprache, aber viel mehr über ihre Körpersprache. Um unsere Hunde verstehen zu können, müssen wir in der Lage sein, die Körperhaltung des Hundes als Ganzes zu beurteilen.

Es ist enorm wichtig, immer das Gesamtbild des Hundes zu betrachten. Erst Kombination von Situation und Körperhaltung  - Rute, Ohrenspiel, Gesichtsausdruck -  erlaubt es, überhaupt zu verstehen was im Hund gerade vorgeht.
Um dies zu beherrschen, braucht es nebst Geduld und Wille auch das nötige Flair und vor allem sehr viel Erfahrung.

Der Hund als Egoist

Alles was der Hund von sich aus tut, dient in jedem Fall einzig und allein seiner Triebbefriedigung.

Entgegen der Annahme vieler gutgläubiger Menschen, die in ihren Hunden in erster Linie den guten Kumpel sehen, besitzt der Hund kein Gewissen. Er handelt weder nach humanistischen noch nach religiösen Grundsätzen sondern einzig und allein nach seinem Instinkt. Dieser ist bei Hunden viel ausgeprägter als bei uns Menschen.

Der Instinkt wird geleitet durch die verschiedenen, angeborenen Triebe, allen voran natürlich dem Überlebenstrieb; darin eingeschlossen sind der Jagdtrieb, der Beute- und Spieltrieb und der Sexual- und Kampftrieb.

Im üblichen Hundesport nutzen wir Menschen diese Triebe, um den Hund für unsere Zwecke benutzen respektive einsetzen zu können, indem wir sie kanalisieren.

Mit anderen Worten, die intelligente Hundeerziehung respektive Schulung basiert auf den natürlichen, angeborenen Trieben des Hundes. Ist das nicht der Fall, vergewaltigen wir die Hunde zu etwas, was sie eigentlich von sich aus niemals tun würden.

Sicher ist, dass wir Hunde nicht nach menschlichem Ermessen werten und beurteilen können und um unnötige Missverständnisse von vornherein auszuschliessen, gilt folgende Grundsatzregel:

Niemals wollen Hunde uns reinlegen. Ein solcher Akt erfordert einen langen Prozess von Gedankengängen: wenn – dann – das!

Für zukunftsorientiertes Denken dieser Art sind Hunde schlicht nicht in der Lage.